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Mentale Bilder in Emotion und emotionalen Störungen

(EN: "Mental imagery in emotion and emotional disorders")

Hinweis

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung.

Kurzfazit

  • Der Review beschreibt Evidenz dafür, dass mentale Bilder Emotionen auf mehreren Wegen auslösen/verstärken können (sensorische Nähe zur Wahrnehmung, „als-ob" Reaktionen, Kontakt zu autobiografischen/emotionalen Erinnerungen).
  • Eine empirische Studie zeigt, dass die Generierung positiver mentaler Bilder bei bestimmten Merkmalen (z. B. hypomanen Erfahrungen) mit Stimmungsverstärkung zusammenhängen kann; Vividness spielt dabei eine Rolle.

Sachliche Zusammenfassung (Deutsch)

Holmes & Mathews ordnen mentale Bilder als einen kognitiven Modus ein, der Emotion häufig stärker „mitzieht" als rein verbales Denken. Begründet wird das u. a. über die Nähe zu sensorischen Verarbeitungssystemen und die Fähigkeit, emotionale Erinnerungsnetzwerke zu aktivieren. Ergänzend zeigt O'Donnell et al. experimentell, dass das aktive Erzeugen emotionaler Bilder (bei passenden Cues) Stimmung in Richtung Verstärkung beeinflussen kann – wobei individuelle Unterschiede (z. B. Vividness, Merkmalsausprägungen) relevant sind. Zusammen ergibt sich ein Mechanismus-Bild: Visualisierung ist ein emotional wirksamer Hebel – deshalb ist Qualität/Valenz/Steuerung zentral.

Wie Napolill dieses Prinzip in der App umsetzt

  • Mood-Check vor der Session: erst Zustand erfassen, dann passende Übung wählen.
  • Embodiment-Hinweis kann auf stabilisierende Szenen ausgerichtet werden (nicht auf „Worst-Case-Filme").
  • Die App gibt den Rahmen (Stimme + Wiederholung), die Bildinhalte bleiben Nutzer-geführt.

In der Napolill-App kannst du das direkt umsetzen: App laden.